Wein
Weinlaub - nicht direkt zu den Kräutern gehörend, aber wer schon einmal im Kräuterkurs war, weiß, dass auch das Laub von Sträuchern, Rankpflanzen und sogar Bäumen interessant für die Küche und die Gesundheit ist. So ein Weinstock ist ein Freund fürs Leben, drum lohnt es sich, ihn gut kennenzulernen. Man holt sich Weinstöcke in den Garten, weil man damit so schön irgendetwas beranken kann und im Herbst auch noch die süßen Trauben erntet. Als Schattenspender also und als Obstspender ist diese Pflanze bekannt, und Traubensaft oder Wein kennt jeder. Was ist mit dem Rest? Gärtner schneiden die wild wachsenden Triebe ab und werfen sie auf den Kompost. Was schade ist, denn man kann die Ranken trocknen und einem Tee beifügen. Oder man nutzt die Blätter kulinarisch: Übereinandergelegt und für 5sec blanchiert, zusammengerollt in ein Glas gesteckt und mit Salzlake übergossen, hat man im Winter die Grundlage für eingelegte Weinblätter, die man z.B. mit Reis füllen kann. Wem die Prozedur noch zu lang ist, der kann die Blattröllchen auch einfrieren. Weinblätter sind also gut verwertbar und eine Bereicherung für den Speiseplan in kälteren Zeiten. Überhaupt alles am Wein ist essbar und der Gesundheit zuträglich. Daher an dieser Stelle auch mal der Hinweis, dass es etwas unlogisch ist, sich für kernlose Trauben zu begeistern und dann viel Geld für Traubenkernöl auszugeben, in dem das gute Resveratrol enthalten ist. Sind die Trauben erntereif und süß, ist es eigentlich kein Problem, den leicht bitteren Kern mitzuessen und so in den Genuss der wertvollen Inhaltsstoffe zu kommen.